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Der Tin spraingt eos dem faderänen Baut, wäckelt sich de Foßdächer am und schloppt än de Schaucht. He diht sich den Brastschurz un, äßt de Mealchbrok und giet än den Stall bau de Gietter. Nodem he gefiecht hot, uch en Arfel Peischen der Kia gegin hot, hiult he sich den Schochtert und mealkt. De Noberkengd wuarden schiun met dem Hinkelchen af daui fresch Mealch.
Hetch sol der Tin mät dem noien Wuajen af den Wangertwiech no Sungd. He spannt derno de Gietter un det Goch und setch of der Gochstauken, de Hurten uch der Schuber fiur den Sungd uch richtich äs. Än de Schoßlihter diet he noch en Arfel Hoi, dot he den Giettern af Drinken gin sol.
De Trengemean hot den Dießem eaus dem Koches broicht und zimst en Miald vol Mehl fir det Briut, de Pelsenhunklich, Boflieschhunklich over nor en Lipie.
Det Backhulz uch de Schwuarden sen schiun viur dem Backifen äm Schopen. Det Noberenfichen frocht, of ät en Däppen mät gefällt Kreokt uch zwe Blejer mät Aupelstäcker noher än Ifen brängen kung. Ät meß fraui af det Rech gohn Krumpiren gewannen.
Äm Stejelchen kit der Tino mät dem Zicker verboi, giht än det Koches un det Armeroichen und nit sich en pohr Kletitten mät Urde vun gesternhär. Af dem Siechspänifen stiht det Däppen mät dem Bertremlauvent, und he zurpt ist dervun.
Dia he um Mäst verboi än den Stall giht, setch he de Kluck än der Kräpp heochen. Af iest rutscht he eos und fallt än det Mästlauwend. Zem Gläck wor än der Tut noch vil Wasser und he wuesch sich de Stiwel, de Pritschhius uch det Reckel. Nor seng Kapp liach noch äm Floß, wo noch det Uafwäschwasser vun nauechendher staund.
Der old Griußvoter geng än de Schejer end broicht eos dem Kuawes Kuaf zem mäschen mät Rieppen fir de Gietter. Vun der Lofter num he glech noch en Arfel Hulz fir den Kachelifen, wel et um Owend schiun kold äs.
Äm Traupenheous ruch et stark no Gech. Dia he äm gewalwten Kaller nosoch, staund do de Zwibbeltock uch det Brodenlauwend. He rieß sich en Stäck Grauwenscharr und rommt sich schnel durch det Roichen um Boedemzeong hainaminten ze senger Kuskere.
Dia de Turnuhr zwe schliach, wor der Tin mät dem Sungd derhingm. He wor stark maudch und wul nor en Scheifken vol Zwibbeltock uch en Däppchen mät Most, noher num he sich en Stäck fräsch Gewäckel mät Rahat.
Nodem he ewenich genoppt hat, krecht he durch de Schluacht af de Stuw. He soch noch iest af den däcken Bochen uch derleongst doi zwo laddich Fattbissen. Af der Stuw ukun, soch he des Misch sengen Ruckes. He klopt un den Giwel und schiun fluch der Ruckes durch det Giwelloch ewech.
Um Owend wuerd Kukerus schiengemocht, uch de Mädcher eusgestappt. De Bladder äm Fealpes wuerden noher än den Strihsack gefällt. De Zep heng em af de Stuf, den Rest brocht em än de Koschieren, uch det Schwengskukerus word af der Stuw gedreocht.
Af der Gass spillen noch de kling Gangen Kleptsch, de griuß Fliejel spilden Glidderloch uch Tappes.
Des Tin seng klenst Gang soß af der Bunk und schroit. De Zeren rungen em un den riuden Backen uawen und he zurpt de Rotz afen. He wul un dem Woierchen verboi, af der Sedch hat der Voter seng Ed uch de Pleachkarr geloicht. He sprung iver den Wisenbum und gäng än det Backes wo äm Trijelchen der noi Eissack liach, und num sich eos der Bitt en Wengmer. Af iest vergeng em det Gewiemer.
Spät um Ovend noppt der Hans än, und he dringmd vun der Zedch als Griußknecht, woi se mät den Giettern af dem Hattert woren, woi se mät den Giesseln plautschten. He dringmd ,woi se als Knecht Besprätzen gengen är sangän, äm Wängter än de Rokenstuw de Mädcher beseakten, um Pfuifsdoch de Birken afstaulten, um Krästdoch än de Kirch gengen, uch sonst met sengem Lefken af de Ball geng
Dea he afwacht merkt he irscht dat he nor gedringmd hot.
Geschriven vun
Katharina Lutsch,
Heidenheim
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Martin steigt aus dem Federbett und nachdem er sich die Hosen angezogen hat, wickelt er sich die Fußlappen um die Füße und zieht sich die Stiefel mit den hohen Schäften an. Zum Frühstück verzehrt er seine "Milchmahlzeit", die aus " in Milch eingestreuten Brotstücken" besteht. Danach zieht er die "Latzschürze" an und eilt zum Stall, um das Vieh zu versorgen. Nachdem er den Stall "ausgemistet" hat, wirft er der Milchkuh noch ein Bündel Maisstengel in die Krippe. Martin holt nämlich den Melkeimer und den Schemel und beginnt die "geduldige" Kuh zu melken. Die Nachbarskinder warten bereits mit dem Henkeltöpfen in der Hand an der Stalltür, um frische Milch mitzunehmen, Milch, auf der sie mit Sicherheit nach ein paar Stunden eine dicke Rahmschicht bilden wird.
Heute möchte Martin mit seinem neuen Wagen Sand aus der Sandgrube am Weinbergweg holen. Den beiden Kühen wird das Joch angelegt und Martin überprüft, ob der Jochnagel auch richtig sitzt. Im hinteren Teil des Wagens verstaut Martin noch ein Bündel Heu, um dem Vieh etwas Futter vorlegen zu können, während er den Wagen mit Sand füllt.
Tante Katharina holt den Sauerteig aus dem Backhaus . Anschließend siebt sie das Mehl mit dem feinen Sieb direkt in den Backtrog.
Im Schuppen neben dem Backhaus ist eine Menge Reisig und Baumrinde zum Verfeuern, bzw. zum Heizen des Backofens gelagert. Da taucht noch Nachbarin Sofia auf, um zu fragen, ob sie, wenn das Brot aus dem Ofen herausgeholt wird, gleich danach einen Topf mit Krautwickel und zwei mit geviertelten Äpfeln belegte Bleche zum Garen bzw. Dörren in den noch warmen Backofen bringen darf. Sie muss nämlich dringend zum Kartoffeln roden auf den Acker "Am Rech".
Auf dem schmalen Pfad aus dem Garten kommend eilt Martin mit einem aus Maisblättern geflochtenen Körbchen herbei, betritt das Backhaus, und entnimmt dem in der Wand eingebauten Vorratsschränkchen ein paar mit süßem Schafkäse gefüllte Pfannkuchen. Auf dem blechernen Ofen, der mit Sägespänen gespeist als Heizofen dient, steht ein Topf mit Pfefferkrautsuppe. Martin schlürft in Eile ein paar Löffel davon.
Martin hat es immer eilig. Dies hat so manches Missgeschick zur Folge. So passiert es, dass er am Rande der Jauchgrube auf dem nassen Boden ausrutscht und sich unverhofft bis über die Knie in der dunkelbraunen "Brühe" befindet. Glück im Unglück, in der Wassertonne war noch reichlich Wasser, so dass Martin zunächst einmal das "Gröbste" wegspülen konnte und somit Stiefel, Samthose und Arbeitsjacke einigermaßen wieder als solche erkennbar wurden. Die Mütze musste er aber noch aus der Abflussrinne für Abwaschwasser fischen.
Das Vieh wird im Winter auch mit einem Gemisch aus Spreu und Futterrübengeschnetzeltem gefuttert. Daher muss der Großvater wieder einmal Spreu mit dem Flechtkorb aus dem Spreuabteil aus der Scheune holen, um die Mischung vorzubereiten. Großvater nimmt vom Holzstapel noch einen Arm voll Brennholz mit für den Kachelofen, um nicht am Abend bei dem kalten Wetter noch mal extra Holz holen zu müssen.
Im Treppenhaus roch es intensiv nach Sauerkrautsaft. In diesem Keller waren auch die Pfanne mit Zwiebelhack und der Topf mit der Gulaschsuppe. Er brach sich noch schnell ein Stück von dem Grammelteig-Gebäck ab und verdrückte sich durch den schmalen Gang zwischen den Scheunen und durch das "Leck" im Gartenzaun hinter den Gärten entlang eilend zu seiner Schwägerin.
Schlag zwei Uhr erreichte Martin mit der Sandladung seinen Hof. Da er sehr müde war, wünschte er sich nichts anderes als einen Teller mit Zwiebelhack und eine Tasse Most. Danach holte er sich noch ein Stück von dem frischgebackenen "Gewickelten" mit Rahat.
Nachdem er ein Nickerchen gehalten hatte, stieg er durch das "Verschlagloch" auf den Dachboden. Im "Verschlag" sah er die riesige Speckhälfte hängen und zwei große Blechbüchsen mit Schweinefett. Auf dem Dachboden hörte er den Tauber des Nachbarn gurren. Um diesen zu verscheuchen, klopfte er an den Hahnenbalken und schon verschwand der Tauber durch das Lüftungsloch in der Giebelwand..
Am Abend wurden Maiskolben entblättert. Bei dieser Gelegenheit durfte der Schabernack nicht fehlen, den Mädchen wurden Maisblätter unter die Jacken gestopft. Die besonders weichen Maisblätter wurden nach dem Schälen im Flechtkorb gesammelt und zum Füllen der Strohsäcke verwendet.
In ihrer Freizeit spielen kleinere Jungen im Hof oder auf der Straße das beliebte "Klepsch"-Spiel. Die größeren Jungen spielen auf der Straße manchmal Fangen.
Martins kleinster Sohn saß weinend auf der Bank vor dem Haus. Tränen rannen ihm über die roten Wangen, der Junge zog immer wieder "die Nase hoch". Er wollte am Weiher vorbei, ausgerechnet dort hatte sein Vater Egge und Pflugkarre abgestellt, so dass der Junge nicht durchkam.
Deshalb sprang er über den Heubaum und lief zum Backhaus, wo er in einem Backtröglein einen neuen "Schultersack" mit Doppeltaschen liegen sah. Da stand auch ein mit Weintrauben gefüllter Bottich. Der Junge griff sich eine und rannte auf den Hof hinaus. Nun hörte er endlich auf zu jammern.
Spät am Abend nickt Hans ein. Im Traum taucht seine Jugendzeit wieder auf: Er sieht sich mit anderen Jugendlichen das Vieh aufs Feld treiben und hüten und mit den Peitschen knallen. In weiteren Bildern seines Traumes tauchten Szenen auf wie "das Bespritzen gehen" am Ostermontag, wobei unterwegs von einem "Mädchenkränzchen" zum nächsten laut - wenn auch nicht immer schön - gesungen wurde, oder aber, wenn er zusammen mit anderen "Knechten" zur Winterszeit die "Rockenstube". Dann sah er sich wiederum am Pfingstsamstag beim Einrammen der Birken auf dem Vorplatz der Häuser, in denen Jugendliche wohnten. Er sah sich aber auch auf dem Weg zu Kirche - insbesondere an Heiligabend und auch auf dem Weg zu seinem Liebchen (Schatz) und wie er mit diesem zum Jugendball ging.
Als er erwachte, musste er feststellen, dass er nur geträumt hat.
Übersetzt von Johann Seiler, Wiehl
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